Skulpturen aus Meisterhand

Giuani da Manguc &
die Töchter des Windes

Die Töchter des Windes

Giuani da Manguc nimmt vom Holz nur weg, was die Figur verbirgt. Was übrig bleibt, sind Gestalten, die leichter wirken, als ihr Material es erlaubt.

Der Künstler und seine Figuren

Giuani da Manguc, oder einfach Hons, Jahrgang 1961, lebte und arbeitete für einen Großteil seines Lebens im weltberühmten Tal der Holzschnitzereien, dem Grödental in Südtirol. In seinem Künstlernamen klingt seine tiefe Verbundenheit zum heimatlichen Tal durch: Seit jeher kennen und nennen sich die Menschen in den bäuerlichen Gegenden des Alpenraumes nicht bei ihren Familien-, sondern beim Namen des Heimathofes: „Giuani da Manguc“ bedeutet demnach nicht mehr und nicht weniger als „Hans vom Manguc-Hof“.

Der Künstler entschied sich schon in jungen Jahren für den klassischen Werdegang des Holzbildhauers: Er besuchte die Kunstschule in St. Ulrich im Grödental und machte anschließend Station bei den renommiertesten Lehrmeistern der Holzbildhauerei. Seit 1985 ist er freischaffender Künstler mit eigenem Atelier, in dem er vor allem seine „Töchter des Windes“ zum Leben erweckt.

In diesen filigranen, schwerelosen Figuren inszeniert der Künstler die freie und vollkommene Idee der Natur, fängt die luftige Leichtigkeit der Winde ein und bändigt beides in Eleganz und stiller Schönheit. Seine ätherischen Frauengestalten sind aber auch eine Hommage an die reiche und lebendige Sagenwelt seiner Dolomitenheimat, in der das Leben auch heute noch von ebenso mächtigen wie geheimnisvollen Frauengestalten geprägt wird.